Iberische Pferde

   

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Die Kunst des barocken Reitstils

Reitschule Wiesner - Barockpferde und Klassische Reitkunst 2002

Die Geschichte von Senador IX 2002

Here sind die Fotos von Pferden, mit denen wir uns beschäftigen

Tag des Iberischen Pferdes Vorschau 2004

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Tag des
Iberischen
Pferdes

Vorschau 2004


04. + 05. SEPTEMBER
2004
München - Riem, Olympiareitanlage

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Iberische Pferde

 

 


Die Kunst des barocken Reitstils
 
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Gastador VIII, Sieger der Spanischen Meisterschaft 1985 - 1991
(Gestüt Cardenas)

 

Ein Markt, der seine Grenzen sucht

Das Interesse an iberischen Pferden stieg vor allem in Deutschland und der Schweiz gewaltig, seit die Halbinsel der Pferdepest Herr werden konnte. Diese Krankheit hatte die Grenzen zwischen 1989 und 1993 hermetisch abgeriegelt. Zahlreiche Reiter und Besitzer entschlossen sich für den Kauf eines dieser "Traumpferde", ohne die hohen Anforderungen und die Auswahlkriterien zu kennen. So war es für skrupellose Händler und Reitlehrer, die sich Anhänger oder Schüler der klassischen Reitkunst nannten, ein Leichtes, goldene Geschäfte auf einem Markt mit grosser Nachfrage und wenig Ansprüchen zu realisieren


Ein Pferd kaufen? Ja, aber vorher muss man es beherrschen

Von der Form und der Genetik her unterscheidet sich das iberische Pferd wesentlich von den anderen Pferderassen. Die Zucht und die Dressur werden unter Umständen vorgenommen, welche im Rest von Europa wenig bekannt sind. Der Reitstil, obwohl er eigentlich aus der klassischen, traditionellen französischen Reitschule stammt, unterscheidet sich in der heutigen Ausübung von Geschick und Haltung deutlich von dem der nordeuropäischen Zuchtgestüte. Bescheidenheit gehört, auf die menschliche Seite bezogen, leider nicht immer zu den Qualitäten im Mikrokosmos des Pferdes. Wenig Amateurreiter oder berufliche Reitlehrer akzeptieren zum Beispiel eine Ausbildung während eines Aufenthaltes in Spanien oder Protugal, obwohl der barocke Reitstil schon angewendet wird, bevor man auf seinen zwei Beinen stehen kann.


Werburg durch ein einzelnes Pferd

Während den letzten Jahren gab es in Westeuropa, vom Süden bis zum Norden, immer mehr Reitställe, die sich vornehmlich auf den barocken Reitstil spezialisiert haben. Eine ganze Menge von Reitern begrüssen sich unter Beihilfe des Titels "Grosser Meister" und beeindrucken ihre Kundschaft mit spektakulären Auftritten, obwohl diese Nummern vielfach nur von einem einzigen Pferd ihres Reitstalls ausgeführt werden. Dieses "Zugpferd", das vielfach die weniger attraktiven mitzieht, stammt aus der iberischen Halbinsel und war beim Kauf schon dressiert und abgerichtet für öffentliche Auftritte. Solche Pferde sind ausgebildet, um das gesamte Dressurprogramm des barocken Reitstils zu zeigen und können auch von Kindern im unteren Alter geritten werden.
 

Der wahre Dresseur ist fähig, ein Fohlen vom Einreiten bis zu den Übungen der hohen Schule abzurichten

Nicht jedermann kann sich Dresseur nennen. Mit anderen Worten; mehrere Jahre Studium können aus uns einen Musiker, jedoch noch keinen Orchesterchef machen. Der wahre Dressurreiter arbeitet im Staub der Manege, den Schweiss auf der Stirn, mit Krämpfen in den Fingern, den Vorderarmen und den Schenkeln vor lauter Uebungen der Paraden, dem Schwingen der Peitsche und den Anweisungen durch die Beine. Die Arbeit geschieht im Stillen, jedoch mit ersichtlicher Wirkung, Tag für Tag, Woche für Woche. Es nützt nichts, ein junges Pferd einem Reiter mit noch so viel Stil und Eleganz anzuvertrauen, wenn er die nötige Ausbildung und das Talent eines Dresseurs nicht besitzt. Im Gegenteil, die Chancen auf Erfold und die Zukunft des Pferdes verringern sich, wertvolle Zeit und viel Geld gehen verloren. Leider kommt es immer wieder vor, dass wenig begabte Reitlehrer sehr schnell behaupten, das Pferd sei nicht gut genug, zeige zuwenig Arbeitswillen, sei gestresst und nervös und man müsse halt Geduld haben. Genau auf diese "Geduld" zählen viele skrupellose Fachleute, um ihre Honorare und Unterkunftskosten zu kassieren.
 

Warum sind die spanischen Reinrasser so gesucht?

Der spanische Reinrasser ist sogesagt ein Luxuspferd und grosse Kenner behaupten, dass seine Noblesse und seine Intelligenz aus ihm das beste Pferd der Welt machen. Es ist ausser Frage, dass der spanische Reinrasser durch seine Schönheit, seine Formen und die Anmut seines Ganges besticht. Sein grösster Vorteil gegenüber anderen Rassen besteht jedoch darin, das er mehr lernen und die Dressurlektionen viel schneller aufnehmen kann.

UNICO XXIX, (Gestüt Salvador Cortès)

 

Die Qualität zu einem goldenen Preis

Die Wiedereröffnung der Grenzen nach mehreren Jahren der Pferdepest hat dem Export von mehr oder weniger reinen Rassepferden von Spanien nach dem Rest von Europa und dem amerikanischen Kontinent Aufschwung gegeben. Gleichzeitig haben sich die Preise für qualitativ hochstehende Pferde innert zehn Jahren verzehnfacht. Die neuen "Senoritos" profitieren von diesem fast unwahrscheinlichen, spanischen Wirtschaftwunder und machen es zur Mode, sich während den "Ferias" im Sattel von hochwertigen Pferden sehen zu lassen. Es ging soweit, dass die besten spanischen Reinrasser auf dem einheimischen Markt zu Rekordpreisen in sechsstelliger Höhe verkauft wurden, ohne sie nach Kolumbien oder Mexiko liefern zu müssen. Im Moment erreicht ein ausgezeichneter Vertreter der spanischen Reinrasser einen Wert von 30'000 bis 90'000 Euros. Es ist jedoch zu unterstreichen, dass die grossen Züchter ihre besten Hengste zu keinem Preis verkaufen.


Reitschule Wiesner – Barockpferde und Klassische
Reitkunst - 2002
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Jutta Wiesner reitet Sandoca (Lusitano)
 
 
 

In Schöneschach bei Bad Wörishofen befindet sich die private Reitanlage von Jutta Wiesner, die dort in Ihrer Freizeit Pferde und Reiter nach den Grundsätzen der klassischen Reitkunst ausbildet. Dabei wird sie von der gesamten Familie tatkräftig unterstützt, ohne deren Mithilfe ein reibungsloser Ablauf im Stall und in der Reithalle nicht denkbar wäre. 

Als langjährige Schülerin von Brigadier Kurt Albrecht, dem ehemaligen Leiter der spanischen Hofreitschule in Wien, hatte Jutta Wiesner die Gelegenheit die unterschiedlichsten Pferde unter dessen Aufsicht und Anleitung zu arbeiten und von dessen wertvollem Wissen und Erfahrungen zu profitieren. Bei der Teilnahme an einem Dressurlehrgang hatte Jutta Wiesner Kurt Albrecht 1987 in Memmingen kennengelernt. Hier bekam sie einen ersten Einblick in die Tiefen der klassischen Dressurlehre und erkannte wie wichtig die Qualität des reiterlichen Sitzes und die intensive Beschäftigung mit der Theorie für die Pferdeausbildung sind. Es folgten weitere Lehrgänge bei Herrn Albrecht und das Interesse an der klassischen Reitkunst und den eng damit verbundenen Barockpferden wuchs und wurde immer größer. Brigadier Kurt Albrecht verdankt Jutta Wiesner sehr viel, nicht zuletzt, daß sie diesen herausfordernden und befriedigenden Weg in der Reiterei gefunden und eingeschlagen hat.

Ihr Anliegen ist es, die Grundsätze der klassischen Dressurausbildung zu erhalten und weiterzugeben. Denn gerade diese Grundsätze geraten in der heutigen Zeit immer wieder in Vergessenheit. Dabei haben ihrer Meinung nach gerade die altüberlieferten Erkenntnisse zeitlose Gültigkeit und sind Grundlage für jede erfolgreiche und vor allem befriedigende Ausbildungsarbeit mit dem Pferd, nicht zuletzt auch für den heutigen modernen Dressursport.

Zur Zeit befinden sich in Schöneschach zwei Andalusierhengste, zwei Lusitanohengste und zwei Lipizzanerhengste in Ausbildung. Deren Ausbildungsstand reicht vom gerade angerittenen Pferd bis hin zu einem Stadium, in dem Lektionen wie Einerwechsel, Piaffe, Passage und Pirouetten erarbeitet und verbessert werden. Die kleine Reitanlage bietet hierzu die idealen Voraussetzungen und gewährleistet, daß mit jedem Pferd in Ruhe und Konzentration gearbeitet werden kann. Neben der Reithalle, in der die eigentliche Ausbildungsarbeit stattfindet, stehen auch Paddocks, Hengstkoppeln und eine Führanlage zur Verfügung.

Adresse:
Jutta Wiesner, Schöneschach 12, 86825 Bad Wörishofen, Tel. 08247/332863, Fax 08247/332862


Die Geschichte von Senador IX 2002
 
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Im Frühjahr 2000 entdeckte ein Scheizer während seines Urlaubs in Andalusien eine wunderschönen, hochveranlagten 6-jährigen P.R.E.-Hengst mit bester Abstammung. Er war so begeistert, daß er dieses Traumpferd kaufte. Der Ausbildungsstand sowie die Eignung für die Hohe Schule waren herausragend. Nachdem er das Pferd gekauft hatte, nahm der neue Besitzer ‚Senador‘ mit zu sich in die Schweiz. Dort brachte er ihn in einem renommierten Reitstall in der Umgebung von Genf unter. Zusätzlich beauftragte er einen professionellen Ausbilder mit dem Beritt des Pferdes um sein Talent weiter zu fördern.

Leider entwickelte sich nicht alles so, wie es sein sollte. Der Hengst lebte sich nur schlecht ein und zeigte sich bei der Arbeit sehr nervös und irgendwie unwillig. Aus diesem Grund suchte der Besitzer nach neuen Reitern, die entsprechende Kenntnisse mit der Ausbildung von spanischen Pferden hatten. Ca. 6 Monate lang besuchte er dabei eine Vielzahl von Ausbildungsställen. Er erhielt die unterschiedlichsten Ratschläge, die bei der Fütterung anfingen und bei der ‚Bearbeitung‘ des Pferdes aufhörten. Senador selbst baute während dieser Zeit in jeder Hinsicht ab.

Nach diesem halben Jahr lernte der Besitzer in der Nähe von Lausanne eine junge Frau kennen, die eine begeisterte Anhängerin der barocken Reitkunst war. Sie war zwar kein Profi-Ausbilder, hatte aber mit ihrem eigenen Pferd, das sie selbst ausgebildet hatte, sehr gute Kenntnisse in Bezug auf die Arbeit und Ausbildung von Pferden erworben. Die junge Dame erklärte sich bereit, mit Senador zu arbeiten und kam mit ihm sofort gut zurecht. In sehr kurzer Zeit erinnerte sich der Hengst wieder an die bereits in Spanien gelernten Lektionen und ging wieder Seitengänge sowie Piaffe und Passage. Bei einem Reitunfall verletzte sich die Reiterin dann leider am Knie und konnte für einen längeren Zeitraum nicht mehr reiten.

Zu diesem Zeitpunkt interessierte sich der Direktor eines bekannten Schweizer Zirkus für Senador und wollte ihn aufgrund seines Exterieurs und der bereits erlernten Lektionen noch vor der jährlichen Tournee kaufen. Da der Mann aber gerade sehr beschäftigt war und vielen Verpflichtungen nachkommen mußte, sollte der Kauf erst drei bis vier Wochen später stattfinden. Der Besitzer von Senador wollte den Hengst keinesfalls aus dem Training nehmen und mußte nach einer Alternative suchen. Es tat ihm sehr leid, daß die junge Reiterin einen Unfall hatte und jetzt für längere Zeit ausfiel. Sie hatte sich mit dem Pferd sehr gut verstanden und in der Ausbildung schon einige Fortschritte gemacht.

Der Besitzer brachte Senador deswegen in einen Reitstall nach Bayern, in dem es vorwiegend andalusische Pferde gab. Wegen seinem wunderschönen Aussehen und seinem Charakter wurde Senador dort schon bald eine Art ‚Lieblingspferd‘. Leider verstand es auch in diesem Reitstall niemand sich auf das Wesen dieses Hengstes einzustellen und mit seiner Sensibilität klarzukommen. In den Monaten, in denen Senador in diesem Stall war, schien wieder sehr viel verloren, was er noch kurz zuvor ohne Mühe an Lektionen gezeigt hatte.  Er wurde wieder nervöser und die Verständigung mit ihm wurde wieder schwieriger.

Schließlich stellte der Besitzer den Hengst an einem großen Pferdefest in Deutschland vor und erhoffte sich hier den Reiter für Senador zu finden, der das entsprechende Einfühlungsvermögen haben würde und sich mit ihm verstehen würde. Aber auch diesmal wurde er nur enttäuscht.

Schließlich lernte er eine junge Frau kennen, die sich schon seit mehreren Jahren mit der Ausbildung von Barockpferden und der klassischen Reitkunst intensiv beschäftigt. Der Besitzer konnte Senador zu ihr in den privaten Reitstall bringen. Jutta Wiesner, bei der sich der Hengst auch heute noch befindet, kam sehr schnell mit dem sensiblen Charakter des Pferdes zurecht und konnte in relativ kurzer Zeit die Ausbildung wieder fundiert fortsetzen. Heute läßt sich Senador auch problemlos von anderen Reitern reiten, hat großen Spaß an der Arbeit und erweist sich als absolutes Traumpferd. Ob in der täglichen Arbeit, im Gelände oder bei Vorführungen, er zeigt sich ausgeglichen und immer von seiner besten Seite.


Tag des Iberischen Pferdes Vorschau 2004
04.+05. September 2004 München - Riem, Olympiareitanlage
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Ein umfangreiches Showprogramm, Reitturnier und Zuchtschau, eingebunden in eine einmalige Feria-Stimmung mit vielen Ständen, Tapas, Musik und spanischem Reitzubehör, erwarten Sie auch in diesem Jahr.
Weitere Informationen erhalten Sie demnächst unter:
www.Tag-des-Iberischen-Pferdes.de

 

Ergebnisse / Fotogalerie 2003

Alle Ergebnisse der Funcionalidad, Spezialpreise, Zuchtschauen sowie der Dressurprüfung finden Sie unter:
www.Tag-des-Iberischen-Pferdes.de

Lassen Sie Ihre Erinnerungen noch einmal aufblühen und schauen sich die Fotogalerie der letzten Veranstaltung an. Lesen Sie auch die Presseberichte.

 

Anmeldung 2004

Aussteller melden sich bitte unter: info@arminrahn.com Teilnehmer der Zuchtschauen und des Dressurturniers finden in Kürze Anmeldeformulare unter:
www.Tag-des-Iberischen-Pferdes.de

 

Veranstalter:
AR Event Production GmbH
Dreimühlenstr. 7 - 80469 München - info@arminrahn.com
Tel.: 089/ 74 74 64 0 - Fax: 089/ 74 74 64 60

 

In Zusammenarbeit mit :
Verband der Züchter der Spezialpferderassen in Bayern e.V.
www.spezialpferderassen.com

Verein der Freunde und Züchter des Pferdes Reiner Spanischer Rasse
www.andalusierverein.de

 

   

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