Medienmitteilung
(1er. Juli 2003)
Enge
Zusammenarbeit zwischen Bund und Universität- für gesunde
Tiere und gesunde Konsumenten.
Die Universität
Bern und das Bundesamt für Veterinärwesen BVET wollen künftig auf
dem Gebiet der Tierkrankenheiten und der Sicherheit tierischer
Lebensmittel enger zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck werden Sie ab
2004 ihre bakteriologischen Laboratorien zu einem neuen
Kompetenzzentrum zusammenlegen. Der Vertrag über die
Zusammenarbeit wird heute unterschrieben.
Tierkrankheiten und -seuchen bringen
der Landwirtschaft grosse Schwierigkeiten und bedeuten für die
Veterinärmedizin eine besondere Herausforderung. Ein rasches
Erkennen des verursachenden Keimes (Diagnostik) sowie die prompte
gezielte Bekämpfung sind deshalb nicht nur für die Tiergesundheit,
sondern auch wirtschaftlich bedeutungsvoll. Gewisse
Tierkrankheiten (sog. Zoonosen) können auch den Menschen befallen
und krank machen. Da sie über Lebensmittel übertragbar sind,
gefährden sie die Lebensmittelversicherheit. Antibiotikaresistente
Bakterien verursachen in der Veterinärmedizin und vor allem in der
Humanmedizin erhebliche Probleme.
In diesen drei Bereichen - durch Bakterien hervorgerufene Zoonosen,
bakterielle Tierkrankenheiten und Antibiotikaresistenz- wir der
Bund ab 1. Januar 2004 im Rahmen der VETSUISSE-Fakultät noch enger
mit der Universität Bern zusammenarbeiten, indem das BVET sein
bakteriologisches Labor mit jenem des Instituts für
Veterinär-Bakteriologie der Universität Bern zusammenlegt. Der
Vertrag über die Zusammenarbeit und die Gründung des neuen
Zentrums für Zoonosen, bakterielle Tierkrankheiten und
Antibiotika-Resistenz (ZOBA) wird heute feierlich unterzeichnet.
-(1.7.2003)
ZOBA heisst:
die Position international ausbauen und Synergie nutzen.
Das ZOBA wird sowohl diagnostische
Dienstleistungen erbringen als auch in Forschung und Entwicklung
tätig sein. Hier sollen zukünftige Fachleute eine akademische
Ausbildung und Weiterbildung in veterinärmedizinischer
Mikrobiologie erhalten.
Mit der Konzentration der umfassenden
Sachkenntnisse der beiden bisherigen Laboratorien wird das ZOBA
auf seinem Gebiet national und international zu den führenden
Fachgruppen gehören.
Auskunft:
Katharina Stärk, BVET,
Leiterin Bereich Monitoring
Tel: 031-323.95.44
Joachim Frey, Universität Bern
Direktor Institut für Veterinär - Bakteriologie
Tel: 031-631.24.14